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Am 04 January 2018 Um 12:12 | Aktualisiert um 06 March 2018 Um 15:11

Micajah C. Henley (USA) – im Fluch der industriellen Empire

Micajah C. Henley (USA) – im Fluch der industriellen Empire

Micajah C. Henley wurde der Nachfolger von Plimpton in den USA. Er befasste sich mit der Perfektionierung der traditionellen Rollschuhe. Er beschränkte sich nicht nur auf die Herstellung der Rollschuhe, sondern er breitete sich auch immer weiter auf andere Fachgebiete aus...

Von  Vernon SULLIVAN

Biografie von Micajah C. Henley (1856-1927)

Micajah C. Henley (1901)Henley war ein amerikanischer Erfinder in Richmond (Indiana, USA). Er wurde am 24.06.1856 geboren und starb am 09.06.1927. Er war unter anderem auch unter seinem Pseudonym „König der Rollschuhe" bekannt. Seine Fabrik konnte bis zu 2000 Paar Rollschuhe am Tag herstellen. Seine Karriere begann in einem kleinen Hinterzimmer in seinem Elternhaus und endete mit einer großen Fabrik mit 300 Angestellten.

Eine Familientradition mit Holz

Sein Lebensstil scheint dem amerikanischen Traum zu entsprechen: der Karrierestart in einer Garage und später eine große, moderne Firma besitzen. 1890 gehörte er zu den führenden Herstellern der Rollschuhproduktion. Mit Richardson gehörte er zu den größten Konkurrenten von Plimpton im 19. Jahrhundert.

Henley in den Fußstapfen von Plimpton

Ursprünglich wollte M.C. Henley seinen Eltern bei dem Vertrieb ihrer Holzfirma helfen und dort arbeiten. Als das Patent 1863 von Plimpton auslief, sah er eine Möglichkeit sein Interesse an Rollschuhen und der Unterstützung in der familiären Firma zu kombinieren. Henley begann somit in der Fabrik seines Vaters in Richmond, 309 N 14th Street. Die ersten Modelle bestanden aus Rollen, einer Platte für den Fuß und Riemen aus Stoff, die den Fuß befestigen sollten. Er entschied sich für Buchsbaum aus der Türkei, den er importieren ließ. Seine Rollen erwiesen sich als länger fahrbar und profitabler als die bisher existierenden.

Ein Ort der Leidenschaft und Innovation

Henley baute auch Orte für die Praxis den Rollschuhlaufens in Form von Holzfußböden, damit die lokalen Mannschaften trainieren konnten. Er baute auch die erste Rollschuhbahn mit Erhöhung in der North 7th Street in Richmond und nannte sie „The Coliseum". Da das Säubern unter den Sitzen eine Last wurde, erfand er Sitze zum Hochklappen, um besser reinigen zu können und kaufte sich das Patent für „the seat Coliseum". Bis heute werden diese Sitze noch häufig gebaut.

Veröffentlichte Literatur

Patin en bois HenleyHenley veröffentlichte ein Buch über das Skate Polo und mit 16 Regeln „Wie Sie mit Ihrem Schatz Rollschuh-laufen".

Florierendes Geschäft

Dank der sehr guten Qualität seiner Produkte und einer effektiven Werbung, genoss sein Geschäft eine beeindruckende Expansion. Er vergrößerte seine Firma um fünf Areale, um die Produktionskapazitäten zu erhöhen. 1880 kaufte er das Haus in der 201 N 14th Street und verdoppelte seine Gewerbefläche.

Die Patente und Verbesserungen von Henley:

Henley sicherte sich diverse Patente und die Meisten inkludierten Rollschuhe in 1880 und 1881. Die Rollschuhe von Henley waren die Ersten, die über einen einstellbaren Verschluss mit Hilfe eines Verschlusses verfügten. Dies System nannte er „kingbolt". Einige Patente besaß er im Bereich der Verbesserung der Kurvenfahrt.

Durch die Erfindung von J.H. Fenton Co. (Chicago), mit einem Riemen um die Knöchel und einer Ferse aus Gusseisen, begann Henleys Produktion sich zu modernisieren. Schließlich stellte er einen Rollschuh aus Holz, mit Halterungen aus Gurten vorne und hinten, her. Das Holz wurde mit der Zeit durch ein Metall ersetzt und Riemen mit einem verstellbaren Verschluss... während das Produkt von Fenton noch mit einem Schraubenzieher verstellt werden musste.

Patins Henley avec voute plantaire en métalS. Henley verwendete Babbit Kugellager und nicht mehr die klassischen Modelle. Er erstand hierfür 1884 das Patent. Die Nachfrage des Produkts war unglaublich. Er baute für die Produktion eine große Fabrik in der N 16th Street, die den größten Teil des Viertels belegte. So entstand Henley Bicycle Works. Die Gebäude stehen bis heute noch.

Liste einiger Patente von Henley:

  • 234,404 (16. November 1880)
  • 245,950 (23. August 1881)
  • 285,484 (25. September 1883)
  • 320,392 (16. Juni 1885)
  • 446,448 (17. Februar 1891)
  • 518,995 (1. Mai 1894)
  • 755,133 (22. März 1904)

Ein Imperium, das sich mit mehr als nur Roller Skates befasst
Henley war fasziniert von der Geschwindigkeit. Er unterstützte Mannschaften im Laufen und Radfahren. Er besaß auch Rennpferde. Seine Fabrik stellte außer Rollschuhen noch her: Räder, Tretroller, Gartenmöbel, Schaukeln, Maschinen für Metallverarbeitung, Bohrmaschinen oder auch Fräsmaschinen für Holz. Es wurden auch Gaszähler, Rasenmäher oder Zäune hergestellt. Diese Diversität stellte das Überleben des Unternehmens sicher.

La maison de HenleyHenley lebte in 201 N. 14th Street in Richmond. Zwei Häuser weiter lebten die Brüder Wright in der 211 N. 14th Street. Das erste Fahrrad verkaufte er für 10$ in Wilbur. Die Brüder Wright sahen schnell das Interesse an Fahrrädern und stoppten ihre Herstellung von Drachenfliegern, um in diese Produktion einzusteigen. 1904 erweiterte Henley seine Produktion auf Automobile. Er stellte nicht nur Automobile her, sondern reparierte sie auch in der Main Street. 1906 verkaufte er die Automobilfirma (Auto Inn) und vermietete einen Teil der Immobilie an eine Firma namens Draper&Whitsell.

Eine lokale Konkurrenz!

Die Stadt Richmond kannte außerdem auch einen zweiten Hersteller: 1882 zog Phillips Marchant Co. In die E- Street, zwischen die 10. und 11. Straße und stellte ebenfalls Rollschuhe her. Drei Weitere Hersteller versuchten es, aber ab 1888 hatte Henley keine Konkurrenten mehr.

Die Besessenheit Henleys

Als Henley sich dazu entschied in Rente zu gehen, übergab er die Firma seinem Schwager John Williams. Die Firma bestand weiterhin, aber zwischen 1941 und 1945 wurden keine Rollschuhe mehr hergestellt, da sie in der Kriegszeit nicht unabdingbar waren.
In den 40er Jahren stieg der Trend in Richmond jedoch für Fahrräder und Automobile. Die zwei Rollschuhbahnen blieben aber trotzdem genügend frequentiert. Leider wurde aber das Coliseum am 02.01.1944 zerstört. Die andere Einrichtung in der 1522 East Main Street blieb bis Dezember 1948 erhalten.

Henley Skaten

Links

Schauen Sie sich unbedingt die Bilder von Henleys Rollschuh auf der Seite des CS Brétigny

Mise en ligne  den 04 January 2018 - Gelesen 1340 mal

Von :
Passionné de roulettes devant l'éternel, le jour j'écume le bitume. Si je me crashe, si je tombe, ma peau s'arrache mais pas mon coeur de roller !



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