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Am 03 April 2019 Um 12:04 | Aktualisiert um 06 April 2019 Um 18:56

Portrait von Luca Presti, ein italienischer Inline-Speedskater

Portrait von Luca Presti, ein italienischer Inline-Speedskater

Luca Presti gehört zu den italienischen Inline-Speedskatern, die die Geschichte geprägt haben. Er ist für die größten Teams im Goldalter des Speedskatings an den Start gegangen. Heute, nach der Beendigung seiner sportlichen Karriere, kehrt er zu seiner ersten großen Liebe zurück…

Von  Vernon SULLIVAN

Eine außergewöhnliche Karriere

Luca Presti enfant en roller de vitesse

Luca Presti wurde am 29. April 1980 in Catane (Italien) geboren. Er gehört zu einer im Inline-Speedskating sehr bekannten Familie. Bereits sein Vater Pippo war in den 70er Jahren Mitglied der italienischen Nationalmannschaft. Sowohl seine Brüder Marco und Massimiliano, als auch seine Schwester Antonella haben ihre Spuren in diesem Sport hinterlassen.

Seine sportliche Karriere

Luca begann das Inline-Speedskaten im Alter von fünf Jahren. Marco Giannini und Luca Antoniel sind maßgebend für ihn. Er erreichte auf nationaler, europäischer und Weltebene alles, was sich ein Athlet erträumen kann. Im Jahre 1998 erreichte Luca die Aktiven-Altersklasse. Er erreichte gleich in seinem ersten Jahr seinen ersten europäischen Titel und 1999 auch seinen ersten von fünf Weltmeistertiteln in Chile. Es folgten die Weltmeistertitel in Oostende (Belgien, 2002), Barquisimento (Venezuela, 2003), und zwei in L’Aquila, Sulmona et Pescara (Italien, 2004, im 300m Einzelsprint und den 500m auf der Straße).

Er gewann auch Marathons im Rahmen des World Inline Cups. Am 3. November 1999 stellte er in Santiago de Chile einen Weltrekord über die 84km Distanz in 2h 14min 37sec auf. Seine Erfolge verdankte er seinem Vater und Trainer, der ihm die Leidenschaft zum Inline Skaten kennen lernen ließ. Er gibt an, jede Trainingseinheit im Alter von vier bis 24 Jahren mit seinem Vater genossen zu haben. Mit 24 Jahren verließ Luca seine Heimat in Sizilien, um nach Venedig für seine zukünftige Ehefrau Sandy Minto zu ziehen, ebenfalls Inline-Speedskaterin.

2007 gewann Luca in Cali (Kolumbien) seinen letzten Weltmeistertitel. 2008 nahm er nicht an den Weltmeisterschaften in Gijón (Spanien) teil. Durch seine Familie und seinen Beruf beschloss er, die Nationalmannschaft zu verlassen. Er blieb jedoch noch bis 2011 aktiv und gewann in diesem Jahr noch zwei nationale Titel. Mit 31 Jahren verabschiedete er sich nun endgültig von seiner aktiven Karriere.

Professionelle Teams

Luca Presti ging in seiner langjährigen Karriere für mehrere Teams an den Start:

  • 1997: Team Roxa
  • 1998-1999: Team Roces
  • 2000-2003: Team Salomon
  • 2004-2005: Team Bont
  • 2006: Team MMCMicro Salomon mit einem Bruder Massimiliano, Pier David Romani, Luca Saggiorato, Francesco Zangarini
  • 2007: Team Bont/Hyper
  • 2008: Inline Center Team
  • 2009: Ferrera Inline Team
  • 2018 bis heute: Fila

Luca Presti

Pascal Briand über seinen ehemaligen Teamkollegen bei Salomon

„Luca war stets ein wichtiges Teammitglied von Salomon. Er war in den Endsprints dank seiner grandiosen Beschleunigung immer unser erster Mann im Teamzug. Er hat immer wieder für Überraschungen gesorgt, da es immer wieder erstaunlich war, wie schnell ein so leichter Mann seines Kalibers eine so hohe Endgeschwindigkeit erreichen kann. Ich bin noch immer ein Fan!“

Ein verkürztes Karriereende

Im Laufe der Jahre widmete er sich den Aufgaben als Kinder-Trainer und seinen Aktivitäten als Physiotherapeut. Er trainiert die Trainingsgruppen in Spinea und wohnt in Noale.

Trotz seiner hervorstehenden Leistungen, fühlt er sich dazu verpflichtet dem Sport noch mehr zurück zu geben. Er nahm somit ein Angebot des chinesischen Staates an, bei einem Marathon in Peking zu starten. Es war wie ein Weckruf für ihn und die Erinnerungen an seine Zeit als Sportler wurden wieder zum Leben erweckt. Seine Fans wollten Fotos mit ihm und auch Autogramme von ihm. Zwei Monate später nahm er erneut an einem Wettkampf teil. Es war hinsichtlich seines Alters sicher keine leichte Sache und mittlerweile hat er eine große Familie. (Luca hat drei Kinder: Gianluca, Lorenzo und Mariasole). Dank seiner Willensstärke und der Unterstützung seiner Ehefrau Sandy ist er in die Welt des Speedskatings zurückgekehrt.

Seine Ziele für 2019

Luca Presti

Für 2019 hat sich Luca zwei Ziele gesetzt. Zuerst wird er bei den italienischen Meisterschaften im Mai in Noale wiederfinden. Anschließend möchte er bei den Weltmeisterschaften in Barcelona (Spanien) an den Start gehen. Des Weiteren möchte er sich zudem den Downhill Skaten widmen und dort glänzen. Wir sehen uns also an der Startlinie oben am Berg, bei den italienischen Meisterschaften im April 2019.

Ein Wort von Luca Presti zu seinem Comeback

„Ich habe 2018 wieder mit dem Speedskaten begonnen. Im April lief ich zum ersten Mal einen Marathon in China für Fila. Anschließend musste ich wegen eines Fahrradunfalls zwei Monate pausieren. Dieses Jahr (2019) habe ich mein Training im Januar wieder begonnen. Bisher habe ich an zwei Marathons teilgenommen. Die nächste Etappe ist die italienische Meisterschaft in der Abfahrt. Das wird eine neue Erfahrung für mich am kommenden 15. April.

Liste seiner Erfolge

  • 5.-facher Weltmeister
  • 8x Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften
  • 5x Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften
  • 15x Europameister
  • 13x Silbermedaille bei den Europameisterschaften
  • 10x Bronzemedaille bei den Europameisterschaften
  • 32x italienischer Meister

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Mise en ligne  den 03 April 2019 - Gelesen 2919 mal

Von :
Passionné de roulettes devant l'éternel, le jour j'écume le bitume. Si je me crashe, si je tombe, ma peau s'arrache mais pas mon coeur de roller !



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