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Am 02 March 2013 Um 14:03 | Aktualisiert um 13 April 2013 Um 11:08

Interview: Nicole Begg (Neuseeland)

Interview: Nicole Begg (Neuseeland)

Bei den Beggs zuhause ist Speed Skating schon Tradition. Nicole Begg ist ohne Frage die ber├╝hmteste Skaterin Neuseelands. Nach mehreren verletzungsreichen Jahren kehrt sie nun zur├╝ck...

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Interview

Nicole BeggGuten Tag Nicole, wie alt warst du als du mit dem Skating angefangen hast?

Als ich mit dem Skating (damals auf Quads) anfing, war ich etwa zwei ein halb Jahre alt. Mit Inlinern zu skaten fing ich an als ich etwa sechs war.

Also können wir sagen, dass Skating deine erste Sportart war...

Ja, ich habe viele andere Sportarten auch gemacht. Aber mein Hauptaugenmerk war immer das Skating 

Hast du innerhalb des Skatings mal andere Richtungen ausprobiert?

Ja, als ich jünger war habe ich noch Rollkunstlauf gemacht und Rollhockey gespielt.

Deine Mutter ist geskatet, dein Vater, dein Bruder, Skating scheint Tradition in der Familie Begg zu sein. Ich stelle mir vor, dass du von der Erfahrung deiner Eltern lernen konntest?

Ja, das war alles von Vorteil aber auch manchmal nachteilig. Es heißt auch, dass du mit einem großen Namen aufwächst, deine Familie erwartet dann auch viel von dir...

Hast du alle Ziele erreicht, die du dir vorgenommen hast?

Nicole BeggAls ich jung war, wollte ich immer Weltmeisterin werde, das war mein Hauptziel. 2006, mit 19 Jahren, habe ich es dann endlich geschafft mein Traum zu verwirklichen und das in dem wichtigen 10KM Punkte/Ausscheidungsrennen. Ich würde nicht sagen, dass ich all meine Ziele verwirklicht habe, dann hätte ich meine Skates schon an den Nagel gehängt. Ich will meiner Erfolgsbilanz noch einige Medaillen anhängen. Letztes Jahr hat mein Arzt mir mitgeteilt, ich könnte nicht mehr Leistungssport betreiben. Aber seitdem hat sich mein Körper erholt, ich hatte das Gefühl ein zweites Leben zu beginnen.

Wer sind deine größten Konkurrenten?

Es gibt viele, die ich als potentielle Gegner erkenne. Viele junge Skaterinnen die ihren Platz haben wollen. Ich denke man darf niemanden unterschätzen. Manchmal stellst du bei der Weltmeisterschaft fest, dass du gegen bestimmte Läuferinnen noch nie in dem Jahr gelaufen bist und dass du nicht weißt was dich erwartet.

Du musstest einige Verletzungen hinnehmen. Wie fühlst du dich jetzt?

Ja, ich hatte zwei schlimmere Verletzungen wegen eines Sturzes. Ich habe mir meinen Kiefer gebrochen vor ein paar Jahren. Im folgenden Jahr habe ich mir dann die Bänder im Sprunggelenk gerissen. Bei den Weltmeisterschaften 2011 hatte ich dann Probleme zu atmen. Das war ein Mysterium. Es dauerte mehr als ein Jahr bis ein Arzt das Problem diagnostizieren konnte.

Die Diagnose hat ergeben, dass mein Phrenicusnerv beschädigt war. Ich erlitt eine Phrenique Lähmung, die durch einen Virus verursacht wurde. Der Prenicusnerv ist wichtig für die Atmung. Er sendet Informationen vom Gehirn zum Zwerchfell. Er übermittelt sensorische Informationen. Ich konnte nichts dagegen tun, was es verhindern würde. Also musste ich warten bis sich die Nerven regeneriert haben und ich musste mich in Gedulden wahren...

Und was sind deine Ziele für 2013?

Nicole BeggMein erstes Ziel ist es wieder in Form zu kommen. Seit mehr als einem Jahr und drei Monaten kann konnte ich nicht mehr trainieren. Ich muss einen Schritt nach dem anderen machen. Ich habe mich entschieden bei der WM teilzunehmen. Im April werde ich bei einem Rennen in Namwon (Südkorea) mitmachen. Das wird ein guter Test sein um zu wissen wo ich stehe und an was ich  noch arbeiten muss.

Wir haben gehört, dass du ein Skateladen in Neuseeland eröffnet hast. Wie läuft er?

Wir hatten einen Verein, der immer weiter wuchs aber nie einen Ort, wo man das Equipment kaufen konnte. Vor einigen Jahren haben wir deshalb einen Laden in unserer Stadt aufgemacht. Wir haben auch damit angefangen Tretroller, Skateboards und Waveboards zu verkaufen. Wir mussten feststellen, dass es große Konkurrenz in diesem Bereich gab, deswegen haben wir uns auch den Rollerskate Markt konzentriert... allerdings ohne Schaufenster.

Wie siehst du deine Zukunft als Profi?

In diesem Moment fühle ich mich wie Neugeboren. Wohin geht es mit mir? Ich mache mir keine Illusionen, ich habe gerade erst wieder angefangen mein Training wieder auf zunehmen. Genaueres kann ich erst im April sagen.

Kannst du uns ein wenig etwas über das Skaten in Neuseeland sagen?

Neuseeland ist ein kleines Land. Generell haben wir keinen großen Namen als Skater aber wir betreiben unseren Sport mit Leidenschaft.

Du hast vor einigen Jahren Aktbilder machen lassen. Haben sie geholfen Skaten berühmter zu machen und haben sie deinem Image geholfen? Hattest du ein gutes Feedback?

99% der Reaktionen waren positiv. Es hat in Neuseeland in vielen Regionen Berichte darüber gegeben. Plötzlich war ich im bei TV Sendern, in Zeitungen, Zeitschriften und dem Radio zu sehen und zu hören. Das war großartig. Ich bereue es nicht. Noch sechs Jahre später redet man darüber... es hat funktioniert. 

Nicole Begg - Rennes sur Roulettes 

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Text: Alfathor
Übersetzung: Victor Wilking
Fotos: Bont, rollerenligne.com, Alle Rechte vorbehalten

Mise en ligne  den 02 March 2013 - Gelesen 6433 mal


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